Zubehör


Von Steuerungen, über Beobachtungsfenster und Probenhalter, bis hin zur HTM Software

Wie gut und zielführend Hochtemperaturöfen eingesetzt werden können, hängt nicht nur davon ab, welche Temperaturen in welchem Raum erreicht werden. Es wird in hohem Maße davon bestimmt, wie bequem und genau Temperaturen vorgegeben werden können, wie der Ablauf der Wärmebehandlung protokolliert wird oder wie die Proben in den Ofen gelangen und dort gehalten werden. Auch ist entscheidend, wie die Gaszusammensetzung an der Probe eingestellt werden kann, welche Prozessparameter der Wärmebehandlung gemessen werden können, welche Beobachtungen an den Proben möglich sind und noch vieles andere mehr.

Dazu stellt die HTM Reetz GmbH umfangreiches Zubehör zur Verfügung, das die Einsatzmöglichkeiten der Öfen sinnvoll erweitert und gleichermaßen die Arbeit des Bedieners erleichtert.


Steuerung

Die HTM Reetz GmbH bietet für alle ihre Öfen und Hochtemperaturgeräte die passenden Steuereinheiten an. Die Steuereinheiten sind in der Regel separate Geräte, die auch für Fremdfabrikate mit entsprechenden Leistungsparametern genutzt werden können.

Temperaturregler, Leistungssteller und PC-Schnittstellen

Der Temperaturregler kann aus einer großen Liste namhafter Hersteller gewählt werden. 
Bei komplexeren Steuerungsaufgaben kommen SPS-Geräte zum Einsatz. Grob kann immer gewählt werden zwischen:

  • Einfacher Sollwertregelung
  • Programmregelung mit 8 bis … Segmenten
  • Medienanbindung an das Heizprogramm
  • U.v.m.

Die verwendeten Leistungsteller werden in Abhängigkeit vom eingesetzten Heizmodul ausgewählt. 
So kommen bei rein ohmschen Heizmodulen die kostengünstigen Halbleiterrelais zum Einsatz, bei Heizmodulen aus z.B. SiC oder MoSi2 werden Thyristorsteller mit Strombegrenzung verwendet.

Um den Bedürfnissen der Dokumentation, Visualisierung und vereinfachten Bedienung sowie der Parametrierung gerecht zu werden, können unsere Steuereinheiten mit PC-Schnittstellen unterschiedlichen Typs ausgestattet werden:

  • RS- 232/485
  • Ethernet
  • CAN-BUS
  • Usw.


Software „HTMCTRL+”

Unser Zubehörangebot umfasst neben PC-Schnittstellen auch unsere einfach zu bedienende Software „HTMCTRL+“.

Die Software wurde über viele Jahre von uns stetig weiterentwickelt und an immer mehr Temperaturregler und Messgeräte angepasst.

Die Software ermöglicht die Überwachung, Programmierung, Visualisierung und Speicherung wesentlicher Parameter z.B. folgender Temperaturregler und Geräte:

  • Eurotherm 2xxx, 3xxx, 818, 902
  • OMRON E5CN-HT
  • PMA KS98
  • Pfeiffer Vakuummessgerät TPG 261/361
  • PICO TC-08
  • Siemens SPS S7-1200
  • MFC Vögtlin, Bronkhorst
  • Orientalmotor Schrittmotoren
  • Usw.


Probenhalter und Probenhaltersysteme

Für Proben, deren Material Reaktionen mit der Wand des Ofenraumes erwarten lässt oder die in einer präzisen Position gehalten werden sollen, offerieren wir entsprechende Probenhalter. Dazu fertigen wir Tiegel und Schiffchen sowie andere Gefäße aus folgenden Materialien:

  • Oxidkeramik wie Aluminiumoxid, Aluminiumnitrid, Zirkonoxid, Yttriumoxid
  • Quarzlas
  • Graphit
  • Refraktärmetalle wie Wolfram und Molybdän

Rotierende Probenhalter zur Vervollständigung

Sie ergänzen z.B. Rheometer bei Viskositätsmessungen von Schmelzen oder erleichtern die allseitige Betrachtung von Objekten.

Bei Öfen mit vertikaler Ausrichtung der Rohrachse empfehlen wir den Einsatz von Regalaufbauten, die das Stapeln der Proben ermöglichen.


Einlegerohre und Endenisolierung

Nutzung des Einlegerohrs als Arbeitsrohr

Bei den HTM-Rohröfen LOSA, LOBA und LORA kann für Arbeiten an der Luft das Heizleiterträgerrohr als Arbeitsraum genutzt werden. Für Arbeiten in anderen Umgebungen bieten wir vakuumdicht verschließbare Einlegerohre an. Dafür verwenden wir je nach Temperatur, Gasart und Druck, Rohre aus Quarzglas, warmfesten Stählen und keramischen Materialien wie z.B. dicht gesintertes Aluminiumoxid.

Für den Abschluss dieser Rohre stellen wir Metallflansche mit Elastomerdichtungen zur Verfügung, deren Material auf Arbeitsgase abgestimmt ist, zur Verfügung.

Zusatzeinrichtungen wie spezielle Probenhalter, Probenthermoelemente, Chargiereinrichtungen werden an die Einlegerohre angepasst.

Faserfreie Endenisolierung

Um die Temperatur bei Rohröfen in alle Richtungen möglichst konstant zu halten, ist es ratsam, die Rohrenden mit speziellen Wärmedämmungen auszustatten. In der Regel handelt es sich um Endstopfen aus Isoliermaterial. Soll der Arbeitsraum faserfrei gehalten werden, können wir Strahlungsschirmpakete aus Metall oder Keramik anbieten, die auch mit Durchgängen für die Thermoelemente versehen sind.


Chargiereinrichtung

Bei langen Rohren, komplizierten Zugangsverhältnissen oder starken Temperaturunterschieden im Arbeitsraum wird eine präzise Positionierung der Proben im Arbeitsraum durch die Nutzung von Chargiereinrichtungen erleichtert.

Dazu werden Probentische mit einfachen Linearführungen oder im Falle von Kristallzuchtanlagen mit motorisierten, zeitabhängig geregelten Linearantrieben in dem Probenraum bewegt.


Zusatzthermoelement im Arbeitsraum / Probenthermoelement

Thermolement im Arbeitsraum

Um den Ofenraum für die Proben frei zu halten, wird das Thermoelement häufig außerhalb, in Nähe der Heizung, angeordnet. Das sichert eine schnellere Reaktion der Heizung auf Sollwertänderungen, führt aber auch zu systematischen Abweichungen zwischen der angezeigten und der Probentemperatur.

Zusatzthermolement für exakte Messungen

Sollte jedoch die exakte Einhaltung der Probentemperatur gewünscht sein, empfehlen wir die Verwendung eines zweiten, an die Probenposition angepasstes Probenthermoelement. 
Unsere Steuereinheiten können die Heizung nach dem Signal beider Varianten regeln.


Schwenkgestell / Gestelle

Die Schwenkgestelle von HTM Reetz GmbH erlauben die Nutzung der Rohröfen vom Typ LOBA und LORA in allen Arbeitslagen sowie die Änderung der Arbeitslage während der Wärmebehandlung.


Einrichtungen für Wärmebehandlungen

Wägung von Proben

Oft reagiert bei der Wärmebehandlung das Probenmaterial mit dem Arbeitsgas. In anderen Situationen geben die Proben Gas ab, beispielsweise bei einer Trocknung. Ein weiteres Ziel der Wärmebehandlung ist die Freisetzung von Material aus den Proben, ein Beispiel hierfür ist die Entbinderung.

In all diesen Fällen können der Verlauf und der Erfolg der Wärmebehandlung durch eine Wägung der Proben sichtbar gemacht werden. Dazu wurden von HTM Reetz unterschiedliche Lösungen entwickelt, mit denen Massenänderungen mit einer Auflösung < 10-4 bei Einsatzgewichten von 100 g bis 600 kg beobachtet werden können.

Abwurf- und Auffangeinrichtungen für Thermoschockexperimente

Eine Vielzahl von Experimenten haben zum Ziel, herauszufinden, wie Materialien auf blitzartige Temperaturveränderungen reagieren. HTM Reetz hat dazu Einrichtungen für senkrecht stehende Rohröfen entwickelt, mit denen die Proben aus dem heißen Bereich in bereitgestellte Bäder oder Schüttungen abgeworfen werden können. Die Atmosphäre des Arbeitsraumes muss dabei nicht verlassen werden.


Gasversorgung

Für Arbeiten in definierten Atmosphären stellen wir Gasversorgungseinheiten auf der Basis von Rotametern oder Mass-Flow-Controllern zur Verfügung.

Bei Rotametern wird der Gasfluss von Hand eingestellt, bei Mass-Flow-Controllern sind mit der Temperatur synchronisierte Gasmengen und Zusammensetzungen möglich. Dazu dient u.a. unsere Software HTMCtrl+.


Beobachtungsfenster und Transportschleuse

Spiegel und Sichtfenster

In vielen Fällen ist die direkte Beobachtung der Probe während der Wärmebehandlung von großem Interesse. Dafür wurden verschiedene Lösungen für Beobachtungsfenster und Spiegel von HTM Reetz GmbH entwickelt. Sie ermöglichen die Betrachtung der Proben in Rohröfen entweder parallel zur Rohrachse oder senkrecht zur Rohrachse.

Spiegelsysteme erlauben die gleichzeitige Verbindung der Proben mit Thermoelementen, den Aufbau einer Hintergrundbeleuchtung z.B. mit blauem Licht oder sogar das Einblasen von Partikeln in den Probenraum. Für Gaschromatografische Untersuchungen stehen Fenster zur Verfügung, die das Temperaturfeld nicht stören.

Transportbehälter und Schleusen

Unter der Voraussetzung, dass der Anschluss der Öfen an Gloveboxen nicht möglich ist, bieten wir Transportbehälter an, die unter geeigneten Bedingungen (z.B. in einer Glovebox gefüllt) an den Ofen angeflanscht und in den Ofen entleert werden können. Kleine Plattenschieber machen diese Systeme zu Schleusenkammern.


Dosiereinrichtung

Bei kontinuierlich arbeitenden Durchlauföfen muss das Problem gelöst werden, wie ein definierter Materialstrom aus dem Vorratsgefäß in den Ofen bzw. aus dem Ofen in den Auffangbehälter organisiert werden kann. Die dazu benötigte technischen Einrichtung fasst HTM Reetz unter dem Begriff „Dosiereinrichtung“ zusammen. Unsere Spezialität sind Dosiereinrichtungen, die einen kontinuierlichen Materialstrom unter Luftabschluss gewährleisten.

In der Regel ist es unerlässlich, Vorratsgefäß und Transportsysteme auf die Schüttguteigenschaften des konkreten Materials abzustimmen. Für den Transport kommen Schneckenförderer, Vibrationsrinnen und Transportbänder bzw. Kombinationen dieser Elemente zum Einsatz.

Spezielle Wägeeinrichtungen in Kombination mit unserer „HTMCtrl+“ Software erlauben eine von anderen Prozessparametern abhängige gravimetrische Dosierung.

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