Die von HTM gebauten Kaltwandöfen sind vorgesehen für das Arbeiten bei höchsten Temperaturen in sauerstofffreien Atmosphären. Entsprechend der Wahl des Heizleitermaterials und der Wärmeisolation ergeben sich unterschiedliche Ausführungsvarianten.
Durch Einsatz von Sauerstoffgettermaterialien in der Wärmeisolation lassen sich extrem sauerstoffarme Gasatmosphären erzielen. Die Arbeitsvolumina reichen üblicherweise von 0,5 l bis 20 l.
Material des Heizleiters
Material der Wärmeisolation
Maximale Temperatur in °C
Gasatmosphäre
Mo
Aluminiumoxid
1850
Wasserstoff, Inertgas, geringe Feuchte, frei von Kohlenstoff
W
Hochtemperaturoxide
2100
Wasserstoff, Inertgas, frei von Kohlenstoff
Graphit
Graphitfaser
2500
Inertgas, Kohlenmonoxid
W
W/Mo-Strahlenschirme
2400
Vakuum, Inertgas, Wasserstoff, frei von Kohlenstoff und Sauerstoff
Kaltwand-Schachtofen zum Arbeiten in sauerstoff- und kohlenstofffreier Athmosphäre (Betriebsanleitung Kaltwand-Schachtofen AU07-0-116) Der Ofen ist außerordentlich robust, mit hohen Leistungsreserven ausgelegt und verfügt über einen hohen Sicherheitsstandard. Heizer und Wärmeisolation bestehen ausschließlich aus hochreinem Aluminiumoxid (C799) und Molybdän.
Tmax: 1850 °C;
Kessel: Edelstahl, doppelwandige Ausführung, Außendurchmesser 750 mm, Höhe mit Aufstellfüßen 1100 mm, Gewicht 750 kg;
Nutzraum: Innendurchmesser des Heizkorbes 300 mm, Höhe 350 mm;
zulässiges Materialgewicht im Ofenraum 50 kg;
max. Heizrate: 10 K/min;
Abkühlrate nahe 1600 °C: 10 K/min;
max. Heizleistung: 40 kVA;
2 Thermoelemente WRe im keramischen Schutzrohr;
Wasserkühlung: Durchfluss 1 m3/h, max 60 °C, druckloser Auslauf;
Steuerung: Saltschrank + separater Trafoschrank;
Anschluss 3 x 400 V / 125 A;
Stellfläche: 16 m2;
Der Kaltwand-Schachtofen kann für folgende Prozesse genutzt werden:
Sinterung von sauerstoffempfindlichen Keramiken wie AlN, Si3N4, BN, CeS;
Sinterung von Oxiden bei gleichzeitiger Einstellung niedriger Oxidationsstufen wie MnO, TiOx, Ce2O3, UO2;
Die Erzielung bestimmter Strukturen und Eigenschaften in redoxstabilen Oxiden;
Wärmebehandlung und Sinterung von Sauerstoffempfindlichen Metallen wie Wolfram, Molybdän, Wolfram-Nickel Titanlegierungen;
Herstellung von Metall-Keramikverbindungen nach der Aktivmetalllöttechnik;
Ausglühen von Verunreinigungen wie Alkali(-oxiden) aus Hochtemperaturwerkstoffen;
Vakuum-Kaltwandofen (Betriebsanleitung Vakuum-Kaltwandofen AU08-0-083) Bei diesem Ofen handelt es sich um einen elektrisch beheizten Ofen mit W-Netzheizer, der in einem Hochvakuum-Rezipienten eingebaut ist.
Tmax: 1600 °C;
Kessel: Hochvakuumrezipient mit Deckel- und Bodenflansch (Wasserkühlung);
Nutzraum: Durchmesser 100 mm, Höhe 150 mm;
Beschickung von unten über verfahrbaren Probenhalter;
max. Heizrate: 20 K/min (gemessen nahe 1200 °C);
max. Heizleistung: 18 kVA;
2 Thermoelemente wahlweise Typ B oder C im keramischen Schutzrohr;
Vakuumerzeugung: Vakuumpumpstand der Fa. Pfeiffer mit Turbomolekularpumpe, zweistufiger Drehschieberpumpe und Vakuummessgerät;