Vakuumofen, Schutzgas oder Wasserstofföfen

Kaltwandofen mit Schutzgasatmosphäre oder Vakuum

Die von HTM gebauten Kaltwandöfen (Vakuumöfen, Schutzgasöfen, Wasserstofföfen) sind vorgesehen für das Arbeiten bei Temperaturen bis 2400 °C in sauerstofffreien Atmosphären.

Je nach Anwendungsprozess stehen verschiedene Ofentypen zur Verfügung, die unterschiedliche Heizleiter- und thermische Isolationsmaterialien nutzen. Durch Einsatz von Sauerstoffgetter-Materialien in der Wärmeisolation lassen sich extrem sauerstoffarme Gasatmosphären erzielen oder — in geänderter Ausführung — auch Hochvakuum. Die Arbeitsvolumina reichen üblicherweise von 0,5 l bis 20 l.

Die nachstehende Tabelle zeigt eine Übersicht der Heizsysteme und deren Charakteristik.

Heizleitermaterial Isolationsmaterial Max. Temperatur Gasatmosphäre
Molybdän Aluminiumoxide 1850 °C Wasserstoff, Inertgas
(geringe Feuchte, frei von Kohlenstoff)
Wolfram Hochtemperaturoxide 2100 °C Wasserstoff, Inertgas
(frei von Kohlenstoff)
Wolfram W/Mo-Strahlenschirme 2400 °C Inertgas, Kohlenmonoxid
Graphit Graphitfasern 2500 °C Inertgas, Wasserstoff
(frei von Kohlenstoff und Sauerstoff)

Kaltwandöfen mit Schutzgasatmosphäre werden bei folgenden Prozessen eingesetzt:

  • Sinterung von sauerstoffempfindlichen Keramiken wie AlN, Si3N4, BN, CeS;
  • Sinterung von Oxiden bei gleichzeitiger Einstellung niedriger Oxidationsstufen wie MnO, TiOx, Ce2O3, UO2;
  • Erzielung bestimmter Strukturen und Eigenschaften in redoxstabilen Oxiden;
  • Wärmebehandlung und Sinterung von sauerstoffempfindlichen Metallen wie Wolfram, Molybdän,
    Wolfram-Nickel-Titanlegierungen;
  • Herstellung von Metall-Keramikverbindungen nach der Aktivmetalllöttechnik;
  • Ausglühen von Verunreinigungen wie Alkali(-oxiden) aus Hochtemperaturwerkstoffen.

Vakuum-, Schutzgas oder Wasserstofföfen

Kaltwandofen

Kaltwandofen

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